commedia dell´arte


„ wer ich bin, kann ich ihnen in wenigen Worten erklären, Signore. Ich bin der Diener meines Herren.“

Warum ich euch damit auf die nerven gehen will!?

Als wir letzte Woche in Theatergeschichte über die Theater Form „ Commedia dell` arte – Komödie der Kunst“ gesprochen haben, war ich zunächst nicht so richtig begeistert. Ich konnte mir irgendwie nicht vorstellen das so ein „Klamauk“ unterhaltsam sein soll oder Spaß machen kann.

Doch heute, wurde ich vom gegen teil überzeugt!

Die „Commedia dell` arte“ ist eine italienische Theaterform. Komödiantische Improvisationskunst und ein Feuerwerk mimischer, musikalischer und choreographischer Einfalle sind die hervorstechenden Merkmale.

Auf Video (sehr nostalgisch), haben wir einen kurzen Ausschnitt aus dem Stück „ Der Diener zweier Herren“, von Carlo Goldoni gesehen.

Anschließend haben wir den ersten Akt des Stückes mit verteilten Rollen gelesen.

Und haben uns schlapp gelacht weil die Charaktere so überzogen und klischeehaft gestaltet und gleichzeitig so nach vollziehbar in ihrem handeln sind .

Über drei Jahrhunderte beeinflusste diese Art von Theater das europäische Theaterleben.

Ich habe mir natürlich die Frage gestellt: Wie kann etwas so simples und unspektakuläres so große Erfolge feiern und sich über Jahrhunderte hinweg in der Szene behaupten!?

Commedia dell´ arte – ist nämlich nichts anderes als der Vorbote der heutigen „Seifenoper“!

Wie in einer modernen Seifenoper sind die unveränderlichen Typen und Grundkonflikte das Herzstück jeder Aufführung. Allerdings gab es damals noch kein Drehbuch und es war die Aufgabe der Spieler sich aus der Affäre zu ziehen. Anders als heute wo unsere Lieblings Darsteller regelmäßig „zufälligerweise“ tragisch ums Leben kommen oder auf große Weltreise gehen um ihren Träume war zu machen.

Es gibt in der Ursprungsform eine Festgelegte Spielsituation und einen großen Schatz an vorgegeben Hilfsmitteln.

Die Mechanik ist immer die gleiche:

der Konflikt zwischen jung und alt zwischen reich und arm.

Ich werde im folgenden versuchen die Hauptcharaktere der „Commedia dell` arte“ mit den Rollentypen der bekannten Seifenoper GzSz zu vergleichen.

-geiziger Venezianische – erfolgreicher Geschäftsmann

Pantalone                        –  Jo Gerner

die Gegenspieler

geschwätziger Jurist/Mediziner – „nur die starken überleben“

Dotore                                       –   Katrin Flemming

Natürlich haben diese Gegenspieler Kinder die sich dann zufälligerweise in einander verlieben.


das Liebespaar

commedia dell`arte

klassische Figur des  Aufschneiders – von Affäre zu Affäre

Capitano                                           – Leon Moreno

Es gibt natürlich eine Menge Figuren die ähnlich Funktionieren nur genau gegenteilig konzipiert sind. Es stehen alle miteinander in Verbindung.

Ich wollte mit diesem Vergleich klar machen das das Konzept nicht erst mit dem Fernsehen erfunden wurde sondern das es aus dem Theater stammt.

Ich finde es sehr beeindruckend das diese Art von Volksnahem Theater sich bis heute erhalten hat und das der Grundstein dafür im 15. j.h gelegt wurde.

Ich kann das Stück „Der Diener zweier Herren“ sehr empfehlen, es sind ein Paar sehr gute Vorsprechrollen dabei. Also es lohnt sich so oder so es zu lesen.

Bis nächste Woche , eure Sarah

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