Fußpilz


Steppen ist wie Fußpilz.

Diese Lebensweisheit stammt von keinem geringerem als Sören Fenner, unserem Stepp-Dozenten.

In seinem Beispiel ist der Fußpilz eine Übung oder ein Schritt, denn man nicht fehlerfrei beherrscht. Damit der Fußpilz weg geht, die Übung also perfekt wird, muss man sich darum kümmern. Aber Fußpilz geht ja nicht von einer einzelnen Behandlung weg. Man muss sich über Wochen jeden Tag damit beschäftigen. Und noch wichtiger: Damit der Pilz nicht wiederkommt muss man die Stelle auch noch Wochen nachdem die Beschwerden verschwunden sind, weiter behandeln. Ein Steppschritt ist auch davon nicht perfekt, dass er einmal gelingt. Man muss ihn weiterhin immer wieder mal anschauen, auffrischen, damit er auf dem Niveau bleibt.

Sören ist ohnehin unser weiser Guru mit enormer Showerfahrung. So konnte er uns auch heute wieder beibringen, wie Ausstrahlung am besten zum Ausdruck kommt: Wir müssen bedenken, dass wir zu den 1-2% der Bevölkerung gehören, die steppen können. Darüber müssen wir uns nicht nur klar sein, sondern uns auch permanent darüber freuen. Wir müssen uns freuen und es muss uns Spaß machen. Dass wir die Schritte beherrschen ist sekundär, solange wir Spaß daran haben. So hat alles eine viel positivere Energie und natürliche Ausstrahlung.

Schon spannend was uns der gute Sören alles beibringen kann. Und richtig in Aktion haben wir ihn auch schon mal gesehen. Vor einigen Monaten hat er mit seiner Gruppe in Kampnagel gesteppt:

Gestern haben wir unsere Stücke für die Musiktheorieprüfung bekommen. Wir in Musiktheorie 3 müssen dann am Dienstag vor der Jury „I can‘t give you anything but love“ spielen und singen. Es ist nicht ganz leicht. Vor allem, wenn man noch nie Klavierunterricht hatte. Die ganzen Jazzakkorde müssen erst einmal gebildet werden. Dann immer noch die bessere Umkehrung gewählt und ein Walking-Bass komponiert werden. Dann muss das alles noch so gut sitzen, dass man darauf singen kann. Ob das in einer Woche was wird? Hoffen wir‘s. Jazz und Ballett wollen auch noch geübt werden.

Und Ensemblegesang natürlich auch. Aber das läuft. Meine Gruppen sind beide super motiviert und wir sind schon ziemlich weit. Viel müssen wir nicht mehr machen. Wir müssen es nur noch verfestigen.

Und ansonsten …

Ansonsten fängt morgen der siebte Monat des Jahres an. Die Wochen rasen dermaßen an einem vorbei. Man starrt nur auf die Prüfungen und merkt gar nicht mehr, wie sich alles um diese herum mitbewegt, auf einen zu kommt, an einem vorbeistürmt oder einfach dermaßen nah gekommen ist, dass man schon traurig ist, das sman gar nicht angefangen hat eine Vorfreude darauf zu entwickeln. Zum Beispiel auf die Ferien. An sie denken kann man noch nicht. Dazu stecken wir zu sehr in der Arbeit. Aber in 17 Tagen gibt es Zeugnisse. Und dann ist dieser Brocken Leistung, denn wir nun noch aufbringen müssen, einfach so, mir-nichts-dir-nichts vorbei.

Und heute, am 303. Tag der Ausbildung kann man sagen: Wir entwickeln uns sehr schnell weiter.

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