Adduktion uuund Abduktion


Wow, letzte Woche noch um die 20° und diese Woche wache ich auf, schaue aus dem Fenster und da liegt wahrhaftig Schnee auf den Dächern der Häuser gegenüber. Was ist da los? Genauso habe ich mich dann auch in der Morning Class gefühlt – kalt. Gerade mal zwei Tage der Woche, die wirklich gut begonnen hat und alles schmerzt schon wieder. Also die Muskeln. Aber ich habe gehört, nur dann wachsen sie auch. So, nach der Morning Class gut aufgewärmt ging es weiter mit Ballett, eine illustre Runde heute. Da lag heute irgendetwas in der Luft, trotzdem einige Nasen liefen.

Später ging es für mich mit einer Gesangsstunde weiter. Es war unglaublich anstrengend, körperlich anstrengend, aber dafür hat es sich weiter oben sehr frei angefühlt. Endlich : ) Meistens kann ich ganz gut die Kontrolle abgeben, aber die Stimme ist so ein besonderer Teil von uns. „Die Stimme ist der Spiegel der Seele“, hat mir sogar jemand gesagt und ich mag dieses Bild. Nur ein geringer Teil der Informationen wird übermittelt über das was wir sagen und der Großteil über das, wie wir es sagen – weswegen geschriebene Unterredungen auch deutlich häufiger zu Missverständnissen führen. Naja und diese Stimme habe ich heute wieder einen Schritt ihrer Befreiung näher gebracht und das hat sich richtig gut angefühlt. Zum ersten Mal seit langem, war der Klang meiner Stimme sogar zu weich : ]

Zwischendrin lag noch eine Steppstunde. Information, Irritation, Integration ist ein Spruch unseres Dozenten. So benennt er die Phasen des Lernvorgangs. Heute war eindeutig Irritation angesagt. Hier hat heute einiges so gar nicht geklappt, aber dafür waren wir alle riiichtig außer Atem, als wir fertig waren. Beim Steppen ist es so: zu Beginn sind die Schritte viel zu schnell, weil der Körper die Bewegungsabläufe und die Koordination noch nicht kennt und irgendwann ist es richtig anspruchsvoll langsam zu steppen. Da kam unser Dozent uns einen riesigen Schritt entgegen und hat langsame Swing Musik ersetzt, durch den Ducktales Theme Song. Naja, nicht wirklich, aber es klang so ähnlich und war verflixt schnell. Spaß hatten wir aber dennoch oder gerade deswegen und sicherlich auch einen seeehr tiefen Schlaf.

Repertoire ist heute an mir vorbei geflogen, gerade angefangen und schon wieder vorbei. Es folgten Schauspielübungen nach Lee Strasberg auf einem Stuhl. Wir haben da gesessen, mit geschlossenen Augen und haben uns wahrgenommen, den Stuhl gespürt und sind dann langsam in Aktion mit dem Stuhl getreten. Haben uns auf ihm bewegt und kreativ neue Haltungen und Bewegungen gefunden. Danach haben wurden wir von einem Partner massiert und gelockert und haben aus dieser Stimmung heraus begonnen unseren Partner anzusingen und sind dann so in den Gesangsdialog gekommen.

In Theatergeschichte sind wir in der Modernen angelangt und haben einige Referate gehört. Bertolt Brecht. Dazu haben wir eine Theateraufnahme von „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui gesehen und die war, bzw. der kurze Ausschnitt war grandios.

Danach haben wir in Seminar noch unsere Schulkollegen und ihre 16-Takte Versionen von Liedern bewundert.

Nun steht uns noch ein Tag bevor und dann ist Ostern. Eine kleine Pause zum Durchatmen und dann wieder mit Vollgas an die Arbeit! Aaaaber vorher geht es weiter mit unserem Schauspielprojekt: Klassen Feind!

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