Es ist immer jetzt!


Ich habe gerade einen recht langen Song angemacht. Fast zehn Minuten. Jede Sekunde lohnt sich. Auf YouTube gibt es die DVD Version, für alle, die es interessiert.

Something Corporate – Konstantine

Im Vergleich mit meinem Tag füllt es gerade mal eine Pause, die heute selten und, ja, dann doch wieder kurz waren. Aber dafür ist es ein erfolgreicher Tag gewesen. Meine Korrepetitionslehrerin hatte noch eine halbe Stunde frei (das wäre meine lange Pause gewesen) und hat sie mir dann geschenkt und so heute eine Stunde lang mit mir geübt und sie ist nicht nur eine grandiose Pianistin. Wenigstens für mich ist sie gleichzeitig auch noch Gesangslehrerin, Interpretationslehrerin und … dafür gibt es viele Bezeichnungen. Manchmal singe ich drei Lieder in einer Stunde, manchmal nur eine Zeile, aber wenn wir ein wenig Ruhe haben und nicht nur Aufträge abarbeiten oder Aufnahmen machen, dann sind die Stunden so ergiebig. Ja, sie ist in dem was sie macht grandios, aber davon abgesehen muss es einfach passen.

Passen tut es zum Glück auch im Ballett und so durfte ich heute wieder einen kleinen, aber wichtigen Schritt vorwärts machen. Manchmal ist es gar nicht so leicht diese kleinen Schritte wert zu schätzen und mein Gedanke war, warum habe ich das nicht einfach vorher gemacht? Lag doch auf der Hand. Aber auch diesen kleinen Schritt hätte ich nicht machen können, wäre ich den langen Weg davor nicht gegangen und sicherlich nicht nur in Ballett, sondern auch in anderen Fächern und so kann ich auch da davon profitieren. Was es ist. Meine Korrepetitorin hat es mit Lebendigkeit ganz gut getroffen. Dynamik, Spannung und Energie (ou, die hatte ich schon ein paar Mal erwähnt) sind weitere beschreibende Wörter. Gerade im Ballett war es bei mir oft kraftvoll, aber eher statisch. Bis heute. Die vielen, schnellen hohen Sprünge haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich etwas ändern MUSSTE. Ich war lange nicht so außer Atem. Das tut gut. Es ist dieses bisschen mehr, was ich dachte gar nicht zu haben und ich freue mich schon auf die nächsten Stunden, denn es wird gerade bunt im Ballettsaal, nur pfeifen ist noch nicht erlaubt. (Warum eigentlich nicht?)

Steppen ist wie ein Instrument spielen, sagt unser Dozent oft oder wie singen. Da sehe ich bei mir auch parallelen. Ich spiele Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Dabei war ich allerdings kein disziplinierter Lerner. Für mich sind die Instrumente eine Begleitung für meine Stimme und Mittel zum Ausdruck meiner Gefühle, da brauchte ich keine Studien. Und dennoch verehre ich grandiose Musiker, die ihr Instrument beherrschen. Wie dem auch sei, ich habe es einfach passieren lassen, ohne Druck, dafür aber mit viel Spaß. Und eines Tages spiele ich etwas und beobachte mich selbst und denke: Wow, wie habe ich das denn jetzt gemacht? Wann habe ich dafür geübt? So ein wenig erging es mir heute in Steppen. Es lief einfach und es lief gut. Einfach so. Danke.

Morgen? Schule! Endlich wieder einmal Impro. Das fehlt schon ein wenig. Also die Regelmäßigkeit, dafür bleibt es etwas ganz Besonderes. Ganz besonders ist auch nach wie vor das Stück, an dem wir arbeiten. Heute gab es Durchlauf Nummer zwei. Es gibt noch viel zu putzen, wie es so schön heißt, dafür fügt sich aber alles mehr und mehr zusammen. Außerdem haben wir ja fast noch eine Woche ; ) Kommst Du?

Übrigens habe ich meinen Geschwindigkeitsrekord gebrochen (schaue ich morgen auf meinem Tacho nach), dafür habe ich vergessen, was ich schon seit den ersten Zeilen habe schreiben wollen. „Wenn‘t wichtich war, kommt et wieder!“

Bleibt mir nur noch einmal zu wiederholen – nicht, dass ich es schon einmal geschrieben habe – dass jeder Mensch automatisch an die richtigen Menschen gerät, es ist nur die Frage, was er daraus macht.

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