Listen?


Ohje, da lagen sie gestern, ganz schüchtern aber doch präsent, in unseren Fächern: Die Gesangsprüfungslisten. Normalerweise gab es immer 6 Wochen vor den Prüfungen eine vorläufige Liste, die dann zum Überlegen mit den Gesangslehrern besprochen wurde und dann zwei Wochen vor der Prüfung eine entgültige Liste, die auf den Tag genau abgegeben werden musste und nicht mehr verändert werden konnte. Dieses Jahr ist auch das anders. Wir haben ungefähr noch 6 Wochen bis zu den Prüfungen und damit auch jeder genug zeit hat und die Liste wirklich zum besprochenen Zeitpunkt abgibt :p, gibt es jetzt nur noch die entgültige Liste. Für uns, das 4. Semester bedeutet dies: Ein Uptempo (modernes oder traditionelles Musical), eine Musicalballade, ein Chansson, Ein Song in der freien Kategorie und ein Lied, das der Unterhaltungsmusik entspricht, also Pop, Jazz etc. Zwei Stücke müssen davon auf deutsch sein.

Ich hatte also seit längerer Zeit nichts deutsches mehr gesungen und habe mich daher in den letzten Wochen mit deutschen Balladen beschäftigt, denn alle anderen Bereiche waren abgedeckt. Nach langem Überlegen und vielen Blackouts kam ich dann auf die Idee, mir mal „Nur für mich“ aus „Les Misérables“ anzuschauen, eins meiner persönlichen Lieblingslieder, doch hätte ich mich da eigentlich gar nicht ran getraut. Wie gut, dass man liebe Dozenten hat, die nicht nur mit einem arbeiten, sondern die einem auch Mut zusprechen sich auch mal an die etwas anspruchsvolleren Lieder zu trauen, denn manchmal kann dies Wunder bewirken.

Das ist mir Gott sei Dank passiert 🙂 Ich habe es heute in Repertoire das erste mal außerhalb des Gesangsunterrichts gesungen, da ich wissen wollte, ob Perrin meine Idee, dies als meine Prüfungsballade zu wählen, für gut heißen würde, und ich muss ganz ehrlich sagen, ich war zufrieden. (Und das passiert leider eher selten, da ich immer zu hohe Ansprüche an mich habe :p)

Ich weiß jetzt, dass ich mehr mit der Musik gehen muss, denn das Stück ist so gut für den Darsteller geschrieben, dass wenn der auf die Begleitung achtet, genau weiß, was er zu tun hat.

Sprich: Am Anfang handelt es sich erst um den Prolog, es ist ein gehendes Tempo und der Anfang darf nicht zu wichtig genommen werden, da er ja erst zum wichtigen Teil hinführt. Weiter geht es dann mit einer Stimmung die vllt mit Hoffnung zu vergleichen ist, doch diese verfliegt wieder, wenn es sich zum Ernst des Liedes wendet, denn Eponine weiß genau, dass ihre Liebe zu Marius nie erwiedert werden wird, so entschließt sie sich zum Schluss dazu, für ihn auf den Barrikaden zu sterben, da sie weiß, dass sie ohne seine Liebe auch nicht leben könnte.

Tragisch, doch wunderbar zu spielen. Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen Abend mit „Nur für mich“ aus „Les Mis“, lieben Gruß

Céline

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