Musketier – Ausbildung.


Stage Skills. Fähigkeiten, aus denen man auf der Bühne Nutzen ziehen kann. Dieses Areal ist immens und erstmal viel zu unübersichtlich. Über die ersten Dinge, die wir in diesem Fach ausprobieren durften habe ich bereits berichtet. Mit dem vergangenen Freitag gesellte sich eine neue Richtung hinzu, die ich auch komplett jungfräulich antastete. Das Fechten.„Hä, in welchem Musical wird denn heute noch gefochten?“ wird sich der ein oder andere fragen. Mit den drei Musketieren erwähne ich nur ein Beispiel von vielen und auch wenn ich nicht alle aufzählen kann, heißt doch noch lange nichts! Gefochten wird halt nur, wenn es die Zeit, in dem das Stück spielt erlaubt. Jedenfalls wird es mir bestimmt mal von Nutzen sein, zumindest bin ich schon mal von der Materie ansich begeistert und hoffe darauf, das später mal choreographiert machen zu können.

Begonnen haben wir am Freitag natürlich mit babysteps und werden die nächsten Wochen noch mehr dazulernen. Erste Schritte waren erstmal beispielsweise: Wie sollte der Degen gut in der Hand liegen und wie sieht eine Grundhaltung aus. Von ersten Vor- und Zurückbewegungen bis hin zu den Hauptparaden und einer Attacke haben wir schon vieles gemacht. Bei der Verteidigung, der sogenannten Parade gibt es mehrere verschiedene Positionen, die dazu gedacht sind, alle möglichen Angriffe erfolgreich abwehren und bestenfalls unerwartet kontern zu können. Nummeriert bzw. benannt werden diese ähnlich wie in der Musiktheorie: von der Prime bis zur Quint und der Quint a. In einer Folge hintereinander weg abgelaufen ergeben sie ein rundes System, das von einer Handführung logisch in die nächste führt. Als wir das ganze mit gemischten Wechseln machen sollten wurde es schon komplizierter. So musste man jedes mal den schnellstmöglichen, aber dennoch irgendwie elegant anmutenden Übergang finden. Ich empfand das ganze nämlich auch als sehr ästhetisch im Ganzen. Der ganze Körper ist unter Spannung und bei den Schritt – Bewegungen zum Beispiel sieht es aus, als würde alles aus den Beinen gehen und der Oberkörper immer noch bereit zum Verteidigen oder Angreifen sei. Wenn man den Degen rechts hält, stellt der linke Arm auch immer das Gegenstück dar und unterstützt somit aktiv die Grundachse der Bewegung. Ermöglicht auch schnellere Wechsel aus verschiedenen Posen. In Paaren haben wir dann eine kleine Abfolge geprobt, die so durchaus Teil einer einstudierten Choreographie eines Theaterstücks sein könnte, und uns gegenseitig traditionell begrüßt (Die Kollegen zur Linken, die Feinde zur Rechten und den Gegner zur Front), angegriffen und abgewehrt.

Ich bin sehr gespannt auf den kommenden Freitag und was wir neues dazulernen werden. Ich bin jetzt schon überzeugt, dass ich das später gerne fortführen bzw. mal aktiv im Beruf benutzen möchte.

 

Habt ihr schon mal gefochten?

 

Eine schöne Woche noch,

euer Dominik

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