Der Körper und der Geist


„Der Geist ist willig“, das kommt schon mal hin. „..aber das Fleisch ist schwach“, auch das! Na verdammt. Gleichgewicht habe ich mal gehört, das sei wichtig. Habe ich das Gleichgewicht auch dadurch hergestellt, wenn beide schwach sind?

Gestern habe ich mir eine Musical Gala angesehen und da haben einige junge Leute wirklich großartige Leistungen vollbracht. Das spornt mich natürlich an und da ich bisher keine Tanzausbildung genossen habe, schaue ich zu den Tänzern auf. Also heute gestartet: Cardio Ballett und dann Jazz. Wie gesagt, der Geist ist willig. BOP (Bauch, Beine, Po) sind..? Schwach! Dann kommt auch noch die Realität zurück und verrät mir, wie viel Arbeit vor mir liegt. Wenigstens kann ich ein klares Ziel verfolgen, auch wichtig, habe ich heute bei Meißner gelernt. Schade nur, wenn ich weiß wie es geht und es dennoch nicht so hinhaut wie ich es mag. Üben, üben, üben. Oh und Geduld, denn es noch mehr zu wollen ist eher hinderlich, also weiterhin 100% geben und dann … ja, ihr habt es schon ganz richtig durchschaut, ich versuche mir gerade ein wenig Mut zuzusprechen.

🙂

„Seid Vampire!“, hat unsere Jazz Lehrerin uns heute als Interpretationshinweis für unsere nun fertig gestellte Choreographie gegeben. Das hat wirklich geholfen. Faszinierend ist, das auch das wieder für alle Fächer gilt. Tanzen, Schauspiel und Gesang. Wenn Du weißt wer Du bist und warum Du machst, was Du machst, läuft der Rest von selbst. Deswegen haben wir heute in Ensemble an der gleichen Sache gearbeitet. Wer bin ich und was mache ich hier eigentlich? Also haben wir uns alle zu heute den Hintergrund zu unserem Charakter klar gemacht und ein Kostüm gesucht. So haben wir uns dann vor die Klasse gesetzt und uns jeweils in kleinen Gruppen vorgestellt. Danach durften alle Fragen stellen. Es war so eine kleine Improvisationsübung, die uns unserer Rolle näher brachte. So sind wir danach noch einmal durch das Stück gegangen und haben noch an einigen Feinheiten gebastelt. Das ganze ist richtig schön rund geworden und es macht noch ein wenig mehr Spaß. Freitag steht dann schon das nächste Stück an.

Bei Schauspiel haben wir heute darüber gesprochen, inwiefern es sinnvoll ist aus der eigenen Erinnerung und eigenen Erfahrungen zu schöpfen und diese mit auf die Bühne zu nehmen. Vor allem, wie tief darf ich graben? Wie weit mag ich gehen? Und wie viel kann ich benutzen, ohne in dieser Emotion zu versinken? Viele Fragen, die sich jeder individuell stellen sollte, womöglich jeden Tag aufs Neue. Und das macht unseren Beruf so schön, so einzigartig.

Morgen geht es wieder früh los und für alle nicht Hamburger: Hier ist es ganz schön kalt geworden. Heizung und Nase laufen inzwischen. Liege gerade schon im Bett und meine Äuglein fallen mir auch schon zu. Mein Körper und meine Gedanken verlangen nach ausgedehntem Schlaf. Deshalb bin ich nun so frei und verabschiede mich, euch allen eine wundervolle Nacht wünschend und sage, wie so oft, bis gleich.

🙂

ƒelix

PS: Wir haben unsere Termine für den wingwave Einzelunterricht bekommen. Bald gibt es also auch dazu mehr.

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